Rückblende (2)

Was ich nicht mehr geschafft habe:

  1. Trackbacks, Pingbacks und das einsteigen in eine über unsere Blogs geführte Diskussion.
  2. Meine persönliche Auseinandersetzung mit den Themen aus Onlinewoche 2.
  3. Erstellen und Benutzen von Kategorien und Tags.
  4. Intensieves Browsen in der Blogosphäre ausgehend von den Startpunkten die ich zu ausfindig gemacht habe.
  5. Qualitativ hochwertige Postings zu den Artikeln aus Onlinewoche 1.
  6. Alles weitere…

Zumindest diese 4-5 Punkte möchte ich noch Nachliefern, weil es zugegebenermaßen spaß macht und es durchaus einfacher das Bloggen zu trainieren, wenn man eine Aufgabe bekommet statt sich diese selbst stellen zu müssen.

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Rückblende (1)

Im nachhinein, muss ich feststellen, dass es einige Zeit dauert, bis sich bei mir selbst – und ich schließe gerne von mir auf Andere – erst nach einiger Zeit eine Bloggingkultur einstellen wird. Kurz gesagt, man muss dies regelmäßig tun, damit es Sinnstiftend wird. Deshalb bin ich mittlerweile der Meinung, dass Blogs in der Lehre nicht gut funktionieren werden, wenn dieses Mittel nur vereinzelt in Kursen benutzt werden würde. ZUsätzlich müsste man die Studierenden generell zum Bloggen über ihre Lernprozesse annimieren und dieses Mittel dann gezielt in einzelnen Veranstaltungsarten anpassen.

Auch ist mir aufgefallen, dass sich eine Diskussion initial wohl eher schlecht auf/über Blogs starten lassen wird. Zu Anfang benötigt es halt doch noch eine Chatoption oder ein Forum (Siehe dieser Kurs – 3. Onlinewoche). Wenn sich die jeweilige mini-Blogosphäre aber erst einmal gebildet hat, stelle ich mir die Früchte der Arbeit doch sehr schmackhaft vor.

Blogs “in action” – Wichtige Dinge, an die man (vorher) denken sollte

  • Schreibstil – welche Ansprüche stellt man daran, darf er informell sein, ist das themenabhängig,…?

Rechtschreib- und Gramatikfehler sollten vermieden werden, da man sonst gefahr läuft unseriös zu wirken. Ansonsten gilt:

Lieber viele Postings als überragende Qualität. Exemplarisch möchte ich hierzu meinen Geometrie-Blog nennen, bei dem ich jeden einzelnen Artikel zur Perfektion treiben wollte, dafür aber nur drei Artikel in zwei Jahren verfasst habe. Insofern hat sich die Qualität nicht gelohnt, da so niemals eine begeisterte Leserschaft gebildet werden konnte.

  • Ästhetik – fördert ein “schöner” Blog die Lust am Schreiben, gibt es Studiengänge in denen das besonders wichtig ist,…?

Sehr viel wichtiger als der Schreibstil, vor allem weil man sich hierrum nur einmal kümmern muss und es durchaus Leser überzeugen kann. Ein “schönes” Beispiel hierfür ist der von mir schon einmal genannte Blog Clive on Learning.

Ich denke Ästhetik ist in allen Fachbereichen essentiell.

  • Häufigkeit – kleine häufige Einträge oder größere Posts, was kann man den Studierenden “zumuten”,…?

Häufig ist wichtig. Die Länge nicht so sehr. Es sollte aber nicht zu lang sein, da die Aufmerksamkeitsspanne von Lesern in der Blogosphäre erfahrungsgemäß – ich schließe wieder von mir auf andere – nicht so groß ist wie bei Artikeln in Wissenschaftsmagazinen.

  • Motivation – wie lässt sich die Schreibmotivation über das Semester aufrecht erhalten?

Man sollte bereits geübt sein im Schreiben, ansonsten wird das nichts innerhalb eines Semesters in einem Kurs (die Studis müssen sich ja noch um ihre anderen Kurse kümmern).

Schnelles, regelmäßiges und qualitatives (und damit meine ich insbesondere nicht quantitatives) Feedback des Lehrpersonals kann helfen, den Studierenden die Nützlichkeit dieses Mediums zu verdeutlichen.

  • Kommentare und Feedback – wie wichtig ist Feedback, in welcher Regelmäßigkeit und von wem sollte es kommen,…?

Kommentare und Feedback sollte von allen Beteiligten kommen. Das des Lehrpersonals ist aber von besonderer Bedeutung für die Studierenden.

  • Wieder-/ Weiterverwendbarkeit – können Studierende ihren Blog “mitnehmen”, wer profitiert nach Ablauf des Semesters davon,…?

Gegenfrage: Kann man seine Inhalte aus WordPress.com mitnehmen?

  • Forschungsgeheimnisse? – welche Hürden kann es beim Bloggen über aktuelle Forschungsthemen geben, inwieweit schränkt das Urheberrecht ein,… ?

  • Einführung in die Technik – brauchen Studierende eine Einführung in die Blogsoftware, wie könnte die aussehen, wie umfangreich muss sie sein,…?

  • Mehrwert – Was soll das Schreiben der Blogs bringen, Medienkompetenz erhöhen, Schreiben verbessern, Entwicklung nachvollziehen,… ?

  • Urheberrecht – Inwiefern schränkt es den Einsatz von Blogs ein, wie können Studierende dafür sensibilisiert werden,…?

  • Netzwerk – Sollen sich die Studierenden untereinander vernetzen und wenn ja, wie? Wo liegt das Limit einer solchen Gruppengröße, Peer-Review-Verfahren,…?

Blogs in der Hochschulbildung

WIe ich vorher in meinem Lustwandel durch die mathematisch geprägte Blogosphäre erfahren durfte, können sich Blogs in der Tat hervorragend dazu eignen, wissenschaftliche Arbeit zu beflügeln und – wie im Beispiel Terry Tao zu sehen – für einige “Auserwählte” sogar die klassische Form der wissenschaftlichen Kommunikation über Fachzeitschriften obsolet machen.

Ist dieses Potential nicht auch in der Lehre auszunutzen? Diese Frage hat uns ja letztendlich zu diesem Kurs geführt.

DIe erste Folgefrage, die in den Sinn kommt ist, ob es schon Experimente mit Blogs in der Hochschulbildung gegeben hat und wenn ja, ob es stichhaltige Dokumentationen zu diesen Experimenten gibt.

Glücklicherweise kann ich die mühevolle Recherchearbeit diesmal umgehen, da unsere lieben Kursleiterinnen diese hierfür bereits getan haben. 🙂

Der Artikel [Williams, 2004], den ich zur Info rangezogen habe, ist von 2004. Deshalb sollte bei allen Aussagen, die in diesem Getätigt werden folgende Graphik im Hinterkopf bleiben:

Gartner Hype Cycle

Der zeitliche Ablauf, nach dem neue Technologien in der Gesellschaft laut Gartner Inc. und Anderen bewertet werden.

Bezüglich Weblogs ist dieser Artikel wohl eher, in dem Zeitraum der überzogenen  Erwartungen erschienen. Da Williams et al bei seinen Fallbeispielen durchweg positive Schlüsse zieht, obwohl die jeweiligen Projekte sich aus heutiger Sicht noch im Larvenstadium waren und eigentlich keine Aussage über Erfolg oder Misserfolg möglich war.

Diese Positive Meinung zum Thema Blogs in der Hochschullehre ist soweit ich mich zurückerinnere in den letzten Jahren ziemlich gut der Hype Cycle Kurve gefolgt, wobei ich ohne das hier und jetzt untermauern zu können glaube, dass wir uns momentan auf der Slope of Enlightenment befinden.

Quelle:

Williams, J. B. (2004). Exploring the use of blogs as learning spaces in the higher education sector. Australasian Journal of Educational Technology, 20 (2), 232-247.
http://www.ascilite.org.au/ajet/ajet20/williams.html  

Ein kurzer Blick in die Blogosphäre (3)

Nachdem meine Suche nach mathematisch-physikalischen Blogs so unerwartet erfolgreich verlief, werde ich mich nun mit den Blogs aus meinem Arbeitskontext auseinandersetzen. Ich suche also nach Blogs aus den Bereichen. E- und Blended-Learning, Crowdsourcing und Open Innovation.

Wieder startete ich in meinem rss-Reader. Desmal viel mir auf, dass viele Blogs aus den Bereichen E-Learning und Crowdsourcing aus Unternehmen stammen. Der einzige Blog, in dieser Kategorie, der direkt aus dem universitären Umfeld stammt ist das E-Denkarium von Gabi Reinmann, dem wir auch schon bei der Einführungsveranstaltung begegnet sind.

Zum Glück hat aber auch dieser Blog eine Blogroll. 🙂

Zwei andere Blogs zum Thema E-Learning, die ich, obwohl sie nicht ganz die Spezifikationen erfüllen, dennoch nennen möchte um euch exemplarisch von meinen jüngeren Erfahrungen bezüglich der Blogospäre zu berichten:

Anhand von Hack Education von Audrey Watters möchte ich ausführen, dass mitunter ein Vorteil von Blogs in der Forschung ist, dass sie, im gegensatz zu Wissenschaftsmagazinen,  die Möglichkeit bieten, Kontakt mit Menschen aufzunehmen, die nicht professionell in dem jeweiligen Gebiet aber durchaus sehr daran interessiert waren oder sind aufzunehmen. So können oft gerade Menschen, die unser eigenes Fachgebiet als Hobby pflegen ansonsten aber anderweitig exzellent sind neue Impulse zu einer Sache beitragen.

So habe ich zum Beispiel über den Blog von Audrey einen interessanten Artikel mit dem Titel “Can Universities Reclaim the Web Too?” gefunden, in dem erörtert wird, was passieren könnte, wenn Universitäten auf externe Dienste zurückgreifen um ihre Bildungsinhalte zu verteilen die ja prinzipiell jederzeit plete gehen und dann dichtmachen könnten.

The argument being if you use commercial, user-generated sites like YouTube, SlideShare, Scribd, etc., the potential for your work to reach a wider audience is much greater. This is an idea I agree with (and have personally experienced through YouTube), but at the same time the lifespan of these sites is another question, one which D’Arcy Norman has been writing about intelligently since Posterous announced they are closing this April.

Der Blog zu diesem Artikel ist aber gar nicht auf E-Learning sondern auf digitale Medien ganz allgemein spezialisiert. Audrey scheint sich aber durchaus für “Learning” zu interessieren. Um das zu sehen reicht ein kurzer Blick auf ihre Blogroll –  Pedablogy klingt besonders passend, war jetzt aber nicht erreichbar.

Zu Clive on Learning fällt mir vor allem eins ein: Blogs können auch verdammt gut aussehen! Ansonsten gilt für diesen das selbe wie für Audrey ‘s Blog.

Ein kurzer Blick in die Blogosphäre (2)

In diesem zweiten Post möchte ich euch meine Fünde bezüglich meines Forschungsgebiets – eher Hobby weil ich grade voll und ganz in der Arbeit versinke – mitteilen.

Ich habe also nach Blogs aus dem Gebiet Mathematik und Physik gesucht. Spezifischer habe ich erstmal nicht gestöbert, da eine Blogsuche per Google dort bisher nicht zum erfolg geführt hat. Ich versuche mich also von ein-zwei mathe/physik-Blogs zu den mir artverwanteren durchzuklicken. 

Für den Bereich Mathematik hat sich der Blog What’s new von Terry Tao als ideal erwiesen. Terry Tao ist als Fields-Medallienträger wohl einer der angesehensten wissenschaftlichen Blogger überhaupt. Er benutzt sein Blog als Forschungstagebuch mit “eingebauter” Diskussionsfunktion.

Ich kann nicht behaupten, dass ich den Großteil dessen, worüber diskutiert wird verstehe – da wäre deutlich mehr Arbeit zu vonnöten – aber die Diskussionskultur auf diesem Block ist absolut beeindruckend. Ich kann mir nun durchaus vorstellen, dass das Medium Blog das gute alte Wissenschaftsmagazin ablösen könnte – zumindest für Leute mit dem Bekanntheitsgrad von Terry Tao.

Auf seinem Blog findet der geneigte Leser zum Beispei eine Blogroll von exakt 100 – in worten Einhundert – Blogs nur zum Thema Mathematik. Also wenn ich da nicht was finde, was meine persönlichen Präferenzen befriedigt, dann weiß ich auch nicht mehr.

Über diese Blogroll und einen weiteren Blog namens A MIND FOR MADNESS habe ich dann noch eine wahre Perle der wissenschaftlichen Bloggerei entdeckt.

Ich fand hier in einem Artikel vom 26. Jannuar 2013 folgendes:

It has been going around the math blogosphere that in honor ofJohn Baez’s 20 year anniversary of doing This Week’s Finds we all do one in our area. So here’s a brief This Week’s Finds in Arithmetic Geometry. Hopefully this will raise awareness of the blog that essentially pioneered math/physics blogging (and if you’re into arithmetic geometry some papers you might not have caught yet).

So fand ich einen Blog zu den Fachgebieten Mathematik und Physik, dessen erster Artikel auf den 13. Januar 1993 datiert. Wenn das nicht mal ein Pionier ist.

Leider hat John Baez’ Blog keine Blogroll, aber A MIND OF MADNESS schon. HIermit habe ich dann doch noch einen nützlichen B

log mit Physikbezug gefunden, der als Startpunkt in die physikalische Bloggosphäre dienen kann gefunden:

Not Even Wrong von Peter Woit sieh sehr vielversprechend aus. Thema ist Elementarteilchenphysik und die Blogroll für mathematische und physikalische Blogs ist lang genug.

Ein kurzer Blick in die Blogosphäre (1)

Begonnen habe ich mit einem Blick in meinen rss-Reader um zu schauen ob dort irgendwelche relevanten Blogs drin sind.

Leider musste ich merken, dass ich durch den Reader nie eine Assoziationskette zu den einzelnen Blogs ersonnen habe. Ähnlich wie bei einer Zeitung, in der man meistens nicht weiß, von wem der jeweilige Artikel stammt. Es steht ja da man macht sich aber selten Gedanken darüber.

Ähnlich war es also mit den Blogs in meinem Reader. Ich habe also begonnen damit die ganzen Blogs, die ich aboniert habe einmal direkt über die jeweilige Webseite anzusurfen und war erstaunt, dass mindestens die Hälfte der abonierten Blogs offenbar gar nicht mehr aktiv betrieben werden.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass kaum einer dieser Blogs die Kriterien, wonach wir hier suchen erfüllt. Entweder stammen sie nicht aus meinem unmittelbaren Arbeits- oder Forschungsumfeld oder sie entstammen nicht dem Universitären .

Einen dieser Blogs möchte ich euch dennoch ans Herz legen, bevor ich mich in meinem nächsten und übernächsten Artikel von Blogs aus meinem Forchungs- und Arbeitsumfeld berichte:

http://sethgodin.typepad.com/ – Seth Godin ist einer der großen Marketinggurus unserer Zeit – wobei Marketing hier eigentlich in klammern geschrieben werden sollte. DIesen Blog zu lesen bereitet mir immer wieder Freude und Motivation. Er schreibt jeden Tag mindestens einen Eintrag und fast jeder einzelne ist es wert geschrieben worden zu sein.

HIer sein Posts vom 23. Februar 2013:

Actually, it goes the other way

Wouldn’t it be great to be gifted? In fact…

It turns out that choices lead to habits.

Habits become talents.

Talents are labeled gifts.

You’re not born this way, you get this way.

Dieser, finde ich, passt irgendwie zu meiner aktuellen Handlung.